
Der eigene Körper als Kraftwerk
Können wir in naher Zukunft die eigene Körperwärme als Mini-Kraftwerk nutzen? Das wäre doch genial. Es ist jedoch in der Tat kein Science-Fiction-Szenario. Das ETH Spin-off Unternehmen «Mithras Technology» arbeitet an einer Technologie, bei der Nutzer*innen über einen sogenannten thermoelektrischen Generator Wearables und andere elektronische Geräte laden können.
Was sind Wearables
Wearables sind kleinste computergestützte Systeme, die von Menschen und Tieren im Körper getragen werden. Und das Potenzial in der Medizin für Wearables ist enorm gross. Es bestehen bereits viele Ansätze, die smarten Helfer sinnvoll in Diagnose und Therapie einzubringen. Wearables werden in naher Zukunft nicht nur als Armband, Fitnessuhr oder Smart-Watch am Körper getragen, sondern auch in Kleidungsstücke eingearbeitet oder als Pflaster direkt auf der Haut befestigt. Oder es wandern winzig kleine Roboter durch unsere Blutbahnen, um z.B. Krebszellen gezielt zu zerstören.
Mit Körperwärme Energie erzeugen
Es wäre also von grossem Vorteil, wenn die Akkus von Wearables in Zukunft mit der Energie der eigenen Körperwärme geladen werden. Die Technologie, Wärme in Elektrizität umzuwandeln stammt aus dem Jahre 1822. Diese Umwandlung wurde später als «Seebeck-Effekt» bezeichnet. Dieses Verfahren wird für die Erzeugung des Ladestroms für die Akkus verwendet. Es wäre also durchaus möglich und sinnvoll, dass die Technologie der Firma Mithras in naher Zukunft in Hörgeräten, Insulinpumpen und anderen medizinischen Gerätschaften eingebaut werden.