Schweiz tritt mit Gjon’s Tears in deutschem ESC-Final an

Die Schweiz gehöret zu den Teilnehmern des von der ARD organisierten deutschen Eurovision-Song-Contest-Finales am kommenden Samstag. Für die Schweiz singt der 21-jährige Gjon Muharremaj die Popballade «Répondez-moi» (Antworten Sie mir)
Die anderen Teilnehmerländer sind Russland, Island, Italien, Schweden, Bulgarien, Dänemark, Malta, Litauen und Aserbaidschan. Siegreich für die Schweiz: Gjon Muharremaj. Der Sänger albanisch-kosovarischer Abstammung firmiert unter dem Namen Gjon’s Tears. Den Zuschlag bekam er für seine melancholische Ballade «Répondez-moi»
Für Island singt der in Reykjavík geborene Wahlberliner Daði Freyr mit seiner Band Gagnamagnið den Electro-Popsong «Think about things» (Über Dinge nachdenken). Für Schweden tritt die Soul- und Gospel-Gruppe The Mamas («Move») an, für Russland die selbstironische Punk-Pop-Rave-Band Little Big aus Sankt Petersburg («Uno»).

Die zehn Finalisten standen in der Nacht zum Sonntag am Ende der Sendung «World Wide Wohnzimmer – das ESC-Halbfinale 2020» fest, das beim ARD-Kanal One lief. Es war auch auf Ausspielwegen wie Youtube und der ARD-Mediathek zu sehen. Zuschauer konnten online oder per Televoting ihre Favoriten aus 40 Beiträgen wählen. Deutschland als 41. ESC-Teilnehmer dieses Jahres stand nicht zur Abstimmung.
Deutschland sowieso dabei
In der fast vierstündigen Halbfinalsendung mit einigen Tonproblemen präsentierten Dennis und Benni Wolter aus Köln alle 41 nominierten Teilnehmer des ESC 2020 mit Musikvideos. Unterstützung bekamen sie von Youtuber Freshtorge und zugeschaltet aus Hamburg von «Mister Grand Prix» Peter Urban.
Auch den Clip von Ben Dolic («Violent Thing») gab es zu sehen, der deutsche Teilnehmer stand aber nicht zur Wahl. Auch beim regulären ESC können Menschen in Deutschland sonst nicht für den deutschen Beitrag stimmen. Deshalb wurde auch hier darauf verzichtet.

Der reguläre Eurovision Song Contest in Rotterdam wurde wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das ESC-Ersatzprogramm besteht nun am 16. Mai unter anderem aus einer Show, in der deutsche Zuschauer ihren «Sieger der Herzen» küren sollen.
Final nächste Woche vor leeren Rängen
Die Show «Eurovision Song Contest 2020 – das deutsche Finale» wird am 16. Mai zwischen 20.15 Uhr und 21.55 Uhr von Barbara Schöneberger live aus der Hamburger Elbphilharmonie vor leeren Rängen moderiert.

Im Anschluss ist im Ersten eine internationale Ersatzshow ohne Voting namens «Europe Shine A Light» aus Hilversum in den Niederlanden zu sehen. Beim Privatsender ProSieben läuft zudem am 16. Mai ein etwa vierstündiger «Free European Song Contest», organisiert von Stefan Raab. Er wird moderiert von Steven Gätjen und der Dragqueen Conchita Wurst, die vor sechs Jahren den ESC für Österreich gewann.

Letztes Jahr in Tel Aviv gewann Duncan Laurence mit «Arcade» den Wettbewerb und holte damit den ESC eigentlich in die Niederlande. Der weltweit grösste Musikwettbewerb hätte zum fünften Mal in Holland stattgefunden. Ursprünglich sollte er mit zwei Halbfinals am 12. und 14. Mai sowie dem grossen Finale am 16. Mai über die Bühne gehen.
Die Länder, Interpreten und Lieder sind:
– BULGARIEN: Victoria «Tears getting sober»
– DÄNEMARK: Ben & Tan «Yes»
– LITAUEN: The Roop «On fire»
– ITALIEN: Diodato «Fai Rumore»
– RUSSLAND Little Big «Uno»
– MALTA Destiny «All of my love»
– SCHWEIZ Gjon’s Tears «Répondez-moi»
– ISLAND: Daði Freyr og Gagnamagnið «Think about things»
– SCHWEDEN: The Mamas «Move»
– ASERBAIDSCHAN: Efendi «Cleopatra»

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