{"id":1248,"date":"2021-01-08T08:52:47","date_gmt":"2021-01-08T08:52:47","guid":{"rendered":"https:\/\/good-news24.ch\/?p=1248"},"modified":"2021-02-16T15:25:06","modified_gmt":"2021-02-16T15:25:06","slug":"schoggi-ceo-laura-schaelchli-jede-niederlage-ist-eine-neue-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/good-news24.ch\/en\/2021\/01\/08\/schoggi-ceo-laura-schaelchli-jede-niederlage-ist-eine-neue-chance\/","title":{"rendered":"Schoggi-CEO Laura Sch\u00e4lchli: \u00abJede Niederlage ist eine neue Chance\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row css_animation=&#8221;&#8221; row_type=&#8221;row&#8221; use_row_as_full_screen_section=&#8221;no&#8221; type=&#8221;full_width&#8221; angled_section=&#8221;no&#8221; text_align=&#8221;left&#8221; background_image_as_pattern=&#8221;without_pattern&#8221;][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554263694{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]Sie ist so etwas wie die Slow-Food-P\u00e4pstin der Schweiz und mischt mit ihrer Schokoladen-Manufaktur La Flor die hiesige Schoggi-Tradition auf. Im Interviewformat \u00ab12 Frauen, 12 Fragen\u00bb erkl\u00e4rt Laura Sch\u00e4lchli, weshalb sie s\u00fcchtig nach kalten Duschen ist und mit welchen Tricks sie stets positiv bleibt.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554284510{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]Essen ist ihre Leidenschaft. In den Workshops ihrer Firma Sobre Mesa vermittelt Laura Sch\u00e4lchli Teilnehmenden die Sch\u00f6nheit des bewussten Genusses. 2018 hat sie zusammen mit drei weiteren Gr\u00fcndern die Schokoladenmanufaktur La Flor in Z\u00fcrich er\u00f6ffnet. Dort zelebriert sie den Schweizer Klassiker nicht als Massenware, sondern als charaktervolles Lebensmittel, das dank fairer und nachhaltiger Produktion gleich doppelt zart auf der Zunge zergeht.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554309116{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]Welche Menschen inspirieren die 38-J\u00e4hrige? Was macht sie als Chefin aus? Und woran misst sie ihre Zufriedenheit? Wir haben ihr zw\u00f6lf Fragen gestellt. [\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554344768{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]1) Was ist das Mutigste, das du je gemacht hast?<br \/>\nMit 19 direkt nach der Handelsschule von K\u00fcsnacht f\u00fcr meine Design-Ausbildung nach New York zu ziehen. Drei Wochen vor 9\/11 kam ich an. Im Gegensatz zu vielen meiner Mitstudenten, die nach der Terrorattacke nach Hause reisten, zog ichs durch und erlebte die Geschehnisse hautnah mit. Das brauchte Mut. Aber nur wenn man aus der Komfortzone ausbricht, kommt man weiter. Ich versuche mich deshalb auch im Alltag immer wieder herauszufordern. Das geht schon am Morgen los: Ich bin s\u00fcchtig nach Kaltwasserduschen.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554372857{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]2) Was sind deine Prinzipien als Unternehmerin?<br \/>\nZuverl\u00e4ssigkeit und Aufmerksamkeit f\u00fcr Details. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass es die Leute merken, wenn man in allem sauber und sch\u00f6n arbeitet. Zum Beispiel schicken wir mit jeder Online-Bestellung einen handgeschriebenen Brief mit. Das ist ineffizient, aber eine Wertsch\u00e4tzung, die den Kunden in Erinnerung bleibt. Ich bin jedoch keine Perfektionistin. Wenn man an einem Projekt arbeitet, darf man sich nicht in Kleinigkeiten verlieren. Es braucht beides: Das Seinlassen und das Beharren auf Dingen.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554402744{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]3) Welche Menschen inspirieren dich?<br \/>\nProduzenten. Mich inspirieren Menschen, die gute Lebensmittel herstellen und dabei nicht den Profit als Hauptmotivation sehen. Diese versuche ich in meiner Arbeit widerzuspiegeln. Ich sehe mich als Vermittlerin zwischen den Produzenten und den Kunden. Ich m\u00f6chte Menschen dazu inspirieren, mehr Freude an guten Lebensmitteln zu haben. Dazu geh\u00f6rt die Wertsch\u00e4tzung, wenn man ein Restaurant besucht und erkennt, wie viel Arbeit hinter dem Essen steckt. Oder wenn man einen Markt besucht und versteht, wieso die Produkte einen gewissen Preis haben.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554472742{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]12 Frauen, 12 Fragen \u2013 in Partnerschaft mit Toyota Hybrid Sie haben eine Vision, denken quer und scheuen sich nicht vor grossen Herausforderungen. 2020 stellen wir im Interview-Format \u00ab12 Frauen, 12 Fragen\u00bb jeden Monat eine erfolgreiche Unternehmerin in der Schweiz vor, die uns mit ihrer Power, Eigenst\u00e4ndigkeit und Innovationsfreude inspiriert \u2013 Werte, denen sich auch Toyota mit seiner weltweit f\u00fchrenden Hybrid-Technologieverschrieben hat.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554497593{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]4) Wie triffst du schwierige Entscheidungen?<br \/>\nWenn du eine Vision hast, ist es nicht schwierig Entscheidungen zu treffen. Das Gr\u00fcnderteam von La Flor besteht aus vier Personen: zwei Frauen, zwei M\u00e4nner. Wir sind also sehr ausgeglichen. Grosse Entscheidungen treffen wir in der Gruppe. Ich rufe in so einem Fall jeden einzelnen an und hole seine Meinung in. Aber meistens ist es sowieso klar, was wir tun werden, weil wir eine genaue Vorstellung davon haben, wo wir hinm\u00f6chten. Bei Entscheidungen gibt es ohnehin kein richtig oder falsch. Es geht einfach weiter auf einem Weg, der sich vorzu ergibt.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554570071{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]5) Wann war ein Tag f\u00fcr dich erfolgreich?<br \/>\nWenn ich Menschen inspirieren konnte \u2013 zum Beispiel mit einem Foodkurs oder mit unserer Schokolade. Ich messe meine Zufriedenheit an keiner To-do-Liste, auch wenn ich welche habe. An manchen Tagen kann ich gar nichts darauf abhaken. Damit ich mich nicht zu sehr daran aufh\u00e4nge, \u00fcberlege ich mir vor dem Einschlafen, wof\u00fcr ich dankbar bin.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554611398{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]6) Wo siehst du dein Unternehmen in f\u00fcnf Jahren?<br \/>\nIn f\u00fcnf Jahren sind wir aus unserem Provisorium in Z\u00fcrich Binz raus und haben eine offene Manufaktur mitten in Z\u00fcrich, wo Leute Schokolade essen und sehen k\u00f6nnen, wie sie hergestellt wird. Wir bieten jetzt schon am Donnerstag- und Freitagnachmittag Besichtigungen mit anschliessendem Tasting an. F\u00fcr jeden der vier H\u00f6fe, die uns beliefern, stellen wir eine eigene Schokolade her und schaffen dabei den Charakter der einzelnen Kakao-Bohnen heraus. Wenn die Leute sehen, wieviel Handwerk dahinter steckt, sind sie auch bereit 9 Franken f\u00fcr eine Tafel Schoggi zu zahlen. Zumal unsere nicht wie die Massenware zur H\u00e4lfte aus Zucker besteht.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554648278{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]7) Wie l\u00e4dst du deine Batterien auf?<br \/>\nIndem ich klare Grenzen und Priorit\u00e4ten setze. Schlaf wird v\u00f6llig unterbewertet. F\u00fcr mich hat er h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Arbeit und Freizeit versuche ich so gut wie m\u00f6glich zu trennen. Wenn ich mit Freunden unterwegs bin, m\u00f6chte ich nicht \u00fcber La Flor sprechen. Ich habe kein Mail-Programm auf dem Handy und keinen Internetanschluss zu Hause \u2013 aus Selbstschutz. Kopfarbeit passiert ja sowieso \u00fcberall, aber so habe ich wenigstens mehr Distanz zum B\u00fcro.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554710443{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]8) F\u00fcr welche Eigenschaft m\u00f6chtest du als Chefin bekannt sein?<br \/>\nDaf\u00fcr dass ich gut zuh\u00f6ren und auf Bed\u00fcrfnisse eingehen kann. Nach meinem Studium der Gastronomischen Wissenschaften in Italien arbeitete ich zuerst im Service und \u00fcbernahm dann die Gesch\u00e4ftsleitung eines Imbissstands. Zum ersten Mal ein Team zu leiten, empfand ich als wahnsinnig schwierig. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass jede Person anders gef\u00fchrt werden muss. Deshalb sind mir w\u00f6chentliche Sitzungen so wichtig. Da kann ich Leute fragen, wie es ihnen geht und ob sie gl\u00fccklich sind. Oft sind es ganz kleine Sachen, die am Arbeitsplatz f\u00fcr Unzufriedenheit sorgen.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554742271{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]9) Was w\u00fcnschst du dir f\u00fcr die Zukunft?<br \/>\nDass die Leute weiter denken als nur an sich selber. Dann trifft man automatisch andere Entscheidungen im Alltag, zum Beispiel beim Einkauf. Wie stark Kleinproduzenten w\u00e4hrend Corona unterst\u00fctzt wurden, hat gezeigt, dass das Bewusstsein da ist. Auch wir haben w\u00e4hrend dieser Zeit wahnsinnig viel Schokolade verkauft. Ich bef\u00fcrchte aber, dass viele Menschen schnell zur\u00fcck in alte Verhaltensmuster fallen werden. Die Hoffnung besteht jedoch, dass wir die Chance f\u00fcr einen Paradigmenwechsel nutzen.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554811392{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]11) Was r\u00e4tst du Frauen mit einer Business-Idee?<br \/>\nAls Erstes: Geld sparen, damit man unabh\u00e4ngig ist. Als Zweites: Tauscht euch stark mit anderen aus und achtet dabei darauf, dass ihr m\u00f6glichst konkret um Hilfe bittet. Auf Anfragen von Leuten, die einfach mal einen Kaffee trinken und reden m\u00f6chten, reagiere ich nicht. Drittens muss man sich einfach trauen. Im schlimmsten Fall f\u00e4llt man hin und steht wieder auf. Aber es ist immer besser, es zu probieren als es nicht zu wagen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Selbst wenn man angestellt ist.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554781989{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]10) Wie gehst du mit Niederlagen um?<br \/>\nAls Unternehmer muss man ein Stehaufm\u00e4nnchen sein. Ich sehe in jeder Niederlage eine neue Chance. Denn sobald man von Angst geleitet ist, trifft man die falschen Entscheidungen. Ich habe f\u00fcr mich ein System kreiert, um stets in einem positiven Mindset zu bleiben. Es besteht aus kleinen Alltagsritualen, die mir dabei helfen, aus dem Negativen rauszukommen. F\u00fcr mich ist das Tee trinken am Morgen Meditation. Oder das Velofahren. Dankbarkeit zu \u00fcben ist etwas sehr Kleines, aber sehr effektiv.<br \/>\n[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554834567{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]12) Wenn du jeden Tag eine Stunde mehr Zeit h\u00e4ttest \u2013 wozu w\u00fcrdest du sie nutzen?<br \/>\nDann w\u00fcrde ich konzentriert lesen, um mich weiterzubilden. Mich interessieren Themen wie konstruktive Teamf\u00fchrung oder besseres Verhandeln. Im Moment stecke ich all meine Ressourcen zur\u00fcck in meine zwei Firmen. Ich w\u00fcrde gerne eine Weiterbildung machen, aber noch lieber investiere ich in einen wirklich fair produzierten Kakao oder in einen CO2-neutralen Transport mit dem Segelschiff.<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row css_animation=&#8221;&#8221; row_type=&#8221;row&#8221; use_row_as_full_screen_section=&#8221;no&#8221; type=&#8221;full_width&#8221; angled_section=&#8221;no&#8221; text_align=&#8221;left&#8221; background_image_as_pattern=&#8221;without_pattern&#8221;][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1592554263694{margin-bottom: 10px !important;}&#8221;]Sie ist so etwas wie die Slow-Food-P\u00e4pstin der Schweiz und mischt mit ihrer Schokoladen-Manufaktur La Flor die hiesige Schoggi-Tradition auf. 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